Die Germanen und die Römer

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Die Römer und die Germanen

Wir befinden uns im Jahre 2000 n.Chr. Die ganze Welt denkt, die Germanen sind barbarisch und die Römer zivilisiert… Die ganze Welt? Nein! Ein von unbeugsamen Schülern geliebtes Gymnasium hört nicht auf, den falschen Meinungen Widerstand zu leisten. Stellt man sich so die Germanen und die Römer vor? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und nehmen euch mit auf eine spannende Reise in die wilde und unentdeckte Welt der Germanen und der Römer.

Einleitung

Die Römer hatten ein großes Reich mit einer ausgefeilten Verwaltung, die Germanen aber lebten in verschiedenen Siedlungsformen wie Dörfer und oder Höfen, wie ihr gleich sehen werdet. Das Gebiet, auf dem sie wohnten, wurde „Barbaricum“ genannt. Es lebten dort insgesamt zwischen 1 und 2 Millionen Menschen. Eine Siedlung hatte meistens bis zu 200 Bewohner. Die Dörfer der Germanen waren meist so aufgebaut, wie ihr hier sehen könnt. Die Germanen lebten in Langhäuser mit meist nur einem Raum und einer Feuerstelle. Ein Langhaus war meist gebaut aus Holz, Lehm oder Graß. Das Dach reichte typischerweise bis auf den Boden und war meist mit Schilf gedeckt. Die Germanen wurden als „Barbaren“ dargestellt und die Römer waren das zivilisierte Volk. Aber seit wann gibt es den Begriff Germanen? Und stimmt das, was über sie erzählt wird?

Römer

Die Römer waren bekannt für ihre Stärke. Disziplin war ihr oberstes Gebot, sie waren die einflussreichts Zivilisation der Geschichte. Das Reich der Römer war ein riesiges Imperium. Sie beherrschten fast die komplette damals bekannte Welt. Der ganze Mittelmeerraum stand unter ihrem Einfluss. Aber sie waren nicht nur militärisch die führende Nation. Auch in Bereichen der Infrastruktur und Architektur waren sie unbesiegbar. Sie hatten funktionierende Straßensysteme, erste Sanitäranlage und Frischwasser Versorgung durch Aquädukte. Die Gesellschaft der Römer war streng hierarchisch. An der Spitze stand meist ein Kaiser, der Adel hatte die Macht und Sklaven wurden als Eigentum behandelt. Aber es gab nicht nur dieses System. Zur einer der vielen Veränderungen zählte auch die Einführung der Römischen Republik.

Germanen

Kommen wir nun zu den Germanen. Die Germanen als einheitliches Volk hat es nie gegeben. Das war nur ein Begriff für die Völker, die zwischen der Rhein, der Donau und der Weichsel leben. Die Stämme hatten keine gemeinsame Identität und wurden von den Römern auch Barbaren genannt. So wurden alle genannt, die keine griechisch-römische Bildung genossen haben. Die Bewohner wurden als sozial und intellektuell rückständige dargestellt. Eine gemeinsame Sprache hat es ebenfalls nicht gegeben: Heutzutage werden die verschiedenen Sprachen einfach „germanische Sprachen“ genannt. Insgesamt waren es 15, dazu zählten Gotisch oder Fränkisch. Doch sie haben es geschafft, die Römer in einer bedeutenden Schlacht zu besiegen. Zu dieser kommen wir später.

Religion

Beide „Völker“ glaubten an den Polytheismus, das ist der Glaube an mehrere Götter.

Zeitliche Verlauf

Kommen wir jetzt zum zeitlichen Verlauf: Um 105 v. Chr. fielen mehrere Stämme nach Italien ein. Die Germanen waren mit 300.000 Mann stark überlegen, durch ihr starkes Disziplin haben aber die Römer gesiegt. Um 58-51 v. Chr. hat Julius Cäsar Gallien erobert. Von nun an war der Rhein die Grenze zwischen den Römern und den Germanen. Diese Schlachten sind auch als der „Gallischer Krieg“ bekannt. Die Auflehnung der Gallier ist auch aus dem Asterix und Obelix Comics bekannt. Wenn man Latein lernt, kann man auch aus direkter Feder von Cäsar erfahren, was dort geschehen ist, da dieser auch die Werke „De bello Gallico“ verfasst hat. Dies sind 8 Bücher und dort wurde auch über die Barbaren berichtet. In diesen Werken verbreitete Cäsar aber den Begriff „Germanen“. Zum ersten mal erwähnt wurde der Begriff aber bereits 80 v. Chr. von dem griechischem Geschichtsschreiber Poseidonios. Die bekannteste Schlacht zwischen Römern und Germanen war 9 n. Chr.: die sogenannte Varusschlacht. Diese ist sehr berühmt und es gab viele Fallen, Hinterhalte und Verrat. Aber auf das gehen wir nicht weiter ein. Nur eines kann man sagen: die Römer verloren mindestens 3 Legionen. Danach versuchten die Römer nicht mehr so oft die Germanen anzugreifen und verfestigten lieber die Grenzen mit dem Limes. Die Germanen sind immer wieder nach Italien eingefallen. Deswegen beschlossen die Römer um 85 n. Chr. mit dem Bau einer 55 Kilometer langen Grenzmauer, dem Limes, zu beginnen. Hier habt ihr nochmal eine kurze Übersicht über den zeitlichen Verlauf. Zuerst wurden die Barbaren 105 v. Chr. entdeckt. Um 80 v. Chr. wurde der Begriff „Germanen“ erfunden, hatte sich aber erst bei der Eroberung Galliens von 58 – 51 v. Chr. durchgesetzt. Die Römer erlitten aber auch Niederlagen, wie bei der bekannten Varusschlacht um 9 n. Chr. Im Jahr 85 n. Chr. fingen die Römer mit dem Bau des Limes an. Das erfahrt ihr aber genauer in einem anderen Video.

Unter Umständen kann der Text im Erklärvideo von dem Transkript abweichen.

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